JON HAMM : „Große Weine können eine gute Investition sein.“

In der Serie „Mad Men“ verkörperte er Don Draper, einen brillanten Werbemanager der 60-er und 70-er, der bei seinem sozialen Aufstieg vor nichts zurückscheute. Jon Hamm ist im normalen Leben zwar eher zurückhaltend, nichtsdestoweniger hat er gute Fachkenntnisse für interessante Investitionen. Angefangen beim Wein...

 

Stimmt es, dass Sie vor dieser Serie praktisch unbekannt waren?

Sagen wir's so, dass „Mad Men“ mir Türen geöffnet hat, die fast geschlossen bzw. angelehnt waren. Ich hatte schon einige Angebote erhalten, aber als das Ziel in greifbarer Nähe war, waren die Türen plötzlich geschlossen. Man hat alles mit mir gemacht! Alles über mich erzählt! Wie z. B. dass ich nicht schick genug war, um „urbain“ zu sein! Das ist kein Witz. Kurz gesagt, im November feiere ich meine 20 Jahre in Los Angeles. Ich bin 1995 aus Missouri kommend dort gelandet und ich kann Ihnen sagen, dass die Medienwelt nichts mit dem zu tun hatte, was wir heute kennen! Damals gab es nur vier Kanäle, über die man eventuell einen Job als Schauspieler ergattern konnte. Und zusätzlich musste man von der Art Mensch sein, der aus der Tür geschmissen wird und durchs Fenster wieder reinkommt! Der Markt war sehr eingeschränkt!

 

Glauben Sie, dass das Fernsehen DAS Medium ist, in das man heute massiv investieren sollte?

Ganz eindeutig! Die Bilder verdrängen die Schrift. Dank der Informatik kassieren die führenden Unternehmen des Sektors kolossale Summen. Es ist wie der Mobilfunk. Handys sind das wahre Produkt der Globalisierung. Ihre Verwendung verbreitet sich allmählich über den gesamten Planeten und sie tragen zur Entwicklung eines globalen Flusses bei. Die letzten Generationen der Handys und Tablets sowie der angeschlossenen Geräte revolutionieren unsere Konsumgewohnheiten weltweit. Diese Produkte fördern diesen attraktiven, vielversprechenden Markt.

 

Und die großen Weine?

Ich bin davon überzeugt, dass große Weine ein sehr gute Investition sind. Es handelt sich jedoch um einen sehr spekulativen Markt. Bevor man in große Gewächse investiert, muss man wohl über alle Voraussetzungen verfügen, um diese auf angemessene Art zu lagern. Ich sage häufig, dass, wenn man einen großen Wein kauft, muss man mit der Flasche umgehen, so als handle es sich um ein Kunstwerk. Ein Gemälde scheut helles Licht und muss bei konstanter Temperatur aufbewahrt werden. Das gleiche trifft auf den Wein zu. Man darf ihn nicht brüskieren.

 

Sie haben einen Werbemanager verkörpert, jemanden, der auf der Welle der Marktwirtschaft surft. Was darf man Ihrer Meinung nach nicht vergessen, wenn man ein Produkt auf den Markt bringt?

Als ich jung war, habe ich „Lass das Gute nie genug sein“, von Raymond Loewy gelesen, einer der Väter des modernen Designs. Ich stimme ihm 100%-ig zu wenn er sagt, dass unsere Gesellschaft eine Gesellschaft des „Scheins“ ist, in der das Behältnis so wichtig wie der Inhalt ist.

 

Trifft das auch auf den Wein zu, ich meine während der Kaufhandlung?

Ich glaube es hängt von deinem Alter ab. Senioren achten sehr auf das Etikett. Ich bin sicher, dass es einen starken Einfluss hat, wenn das Etikett den Flair eines angenehmen Terroirs ausstrahlt. Die Jüngeren achten mehr auf die Form der Flasche. Aber eines ist sicher, egal, welcher Generation du angehörst, Wein, der im Plastikfass verkauft wird, hat keinen besonderen Flair...

 

Er ist nicht sehr sexy, meinen Sie?

Ich kann sicher den praktischen Aspekt verstehen, aber wer Wein sagt, sagt Genuss, und der Genuss beginnt beim Betrachten der Flasche, während der Wein langsam in eine Karaffe fließt. Man spricht häufig von der Weinverkostung und dem damit verbundenen Genuss, aber man vergisst zu sagen, dass vor dem Kauf einer guten Flasche, die erste Beziehung, die man zu dieser Flasche hat, eine Beziehung der Verführung ist. Mit Wein geht man eine persönliche Beziehung ein. Man kann sicher Rat einholen und sich eine Vorstellung machen, aber im Endeffekt ist die Beziehung zum Wein eine intime Beziehung. Auch wenn Sie ihn in Gesellschaft genießen oder mit den Menschen, die Ihnen am Liebsten sind!

 

Was erwarten Sie von einem Weinhändler?

Leidenschaft! Fachkenntnis! Ehrlichkeit! Leider gibt es heute immer mehr unerfahrene Menschen, die sich als Weinhändler versuchen. Und das Ergebnis ist, dass, wenn man heimkehrt und die Flasche öffnet, die einem heiß empfohlen wurde, man ein Gefühl der Frustration empfindet. Und noch frustrierender ist, wenn man Freunde oder Familie eingeladen hat.

 

Das Gespräch führte Frank Rousseau, unser Korrespondent in Los Angeles

 

 


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