Das Weltkulturerbe der UNESCO öffnet der Champagne und dem Burgund die Tore.

Am vergangenen 4. Juli hat die UNESCO die „coteaux, maisons et caves de Champagne“ (Hänge, Häuser und Kellereien der Champagne) und die „Climats“ des burgundischen Weinbergs in das Weltkulturerbe aufgenommen.

Frankreich hat heute 41 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommene Güter. Der 2012 von dem Verband „Paysages du Champagne“ bei der UNESCO eingereichte Antrag basierte auf „den Gebieten, wo der Champagner-Wein geboren ist, produziert und kommerziell verbreitet wird und zum Vorbild der Schaumweine aufgestiegen ist“.

Drei Gebiete sind davon betroffen: Die ältesten, dem Weinbau gewidmeten Hänge und die emblematischsten unter den Weinbergen der Champagne zwischen Hautvillers und Ay, das architektonische Kulturgut der Maisons de Champagne auf dem Hügel Saint-Nicaise in Reims und längs der Avenue de Champagne in Épernay, wo sich über viele Kilometer die Kellereien hinziehen, in denen unzählige Flaschen geduldig lagern, sowie die sich über ein unterirdisches Netz verteilenden Keller und Kreidestollen dieser drei Gebiete.

Die burgundische Kandidatur dagegen musste den Anforderungen an die „außerordentlichen, universellen Werte“ unter dem historischen, ästhetischen, ethnologischen und anthropologischen Gesichtspunkt als „gemeinsam von Mensch und Natur geschaffenes Werk“ genügen. Die „Climats“ sind diese klar umrissenen Weinberge an den Hängen der Côte-de-Nuits und Côte-de-Beaune. Eine weltweite Anerkennung, deren die betroffenen Regionen sich nur gratulieren können und die sich vermutlich in kurzer Zeit in einen Aufschwung des Weintourismus umsetzen dürfte.